Der Auftakt von Tony Scotts Begierde (The Hunger) ist eine Meisterklasse in atmosphärischem Grauen. Inmitten eines dichten Dunstes aus Nelkenzigarettenrauch und dem rhythmischen Knallen eines Maschendrahtzauns tauchen die Silhouetten von David Bowie und Catherine Deneuve in einem unterirdischen Club auf. Bauhaus stehen auf der Bühne, und Peter Murphys kantiger Bariton liefert „Bela Lugosi’s Dead“ hinter den Gitterstäben eines Käfigs. Es war der Moment, in dem die 1980er Jahre ihren dunklen, viszeralen Herzschlag fanden – eine Abkehr von den Neon-und-Spandex-Klischees des Jahrzehnts hin zu einer kultivierten, nächtlichen Rebellion.

Hinter der Linse fand eine kreative Kollision statt, auf die der Mainstream nicht ganz eingestellt war. Susan Sarandon, die die „hellwache“ Dr. Sarah Roberts spielte, brachte einen leidenschaftlichen, fundierten Intellekt in einen Film ein, der leicht in den Bereich des Gothic-Camps hätte abgleiten können.

Ihr späteres Geständnis, dass Bowie es „wert war, vergöttert zu werden“, war kein schwärmerisches Bekenntnis; es war ein Zeichen beruflicher Hochachtung zwischen zwei Entdeckern, die ein Gegenüber fanden, das ebenso ungefiltert und furchtlos war wie sie selbst. Für Bowie war 1983 ein Jahr staggering Dualität. Er war der globale Pop-Gigant von Let’s Dance, doch am Set in London „verlernte“ er seinen Idol-Status – er mimte Bach auf einem Cello, das er für die Rolle tatsächlich zu spielen gelernt hatte, und ertrug fünf Stunden lang Dick Smiths prothetische Alterungsmaske.

Seine Beziehung zu Sarandon wurde zu einem stillen Anker, einem gemeinsamen, anspruchsvollen Geheimnis, das im „kühlsten Raum des Hauses“ existierte, während sein Ruhm stratosphärische Ausmaße annahm.

Sie mieden den Exzess der Ära zugunsten einer europäisch beeinflussten Gelassenheit, einer Ästhetik aus Samt und Rauch, die bis heute ein Entwurf für die Mutigen bleibt. In einer Welt lauter, hektischer Prominenz bewiesen Sarandon und Bowie, dass wahre „Power Couple“-Energie nicht von den Schlagzeilen lebt – sondern von der Anziehungskraft eines intellektuellen Schwarms. Während sich ihr romantisches Kapitel schließlich schloss, sucht das Vermächtnis ihrer Begegnung von 1983 unsere Kultur wie ein beharrliches, raffiniertes Echo heim.